Archiv/General-Versammlungen/GV 2004
Neutraler Quartierverein Bruderholz (NQB)
 
PROTOKOLL
der Generalversammlung des Neutralen Quartiervereins Bruderholz
 
vom: Freitag, 15. Oktober 2004, 19.00 Uhr
Ort: Titus-Kirche (beim Wasserturm)
Vorsitz: Erich Bucher, Präsident
Protokoll: Thomas Wyler
 
Traktanden:
1. Protokoll der letzten ordentlichen Generalversammlung vom 22.11.2002
2. Tätigkeitsbericht des Präsidenten für die Zeit vom Okt. 2002 bis Sept. 2004
3. Jahresrechnung 2002/2004
4. Bericht der Rechnungsrevisoren und Décharge-Erteilung an den Vorstand
5. Festlegung des Mitgliederbeitrages
6. Wahl des Vorstandes und der Rechnungsrevisoren
7. Anpassung der Statuten
8. Anträge der Mitglieder
9. Varia
 
Der Vorsitzende heisst die Anwesenden in der Titus-Kirche herzlich willkommen. Er dankt
der Titus-Kirche für die Gastfreundschaft und Pfarrer Clemens Frey für seine
Willkommensgrüsse. Im Weiteren begrüsst er die Herren Prof. Dr. R. Scholz von der ETH
Zürich sowie Peter Malama, Direktor des Gewerbeverbandes Basel-Stadt, welche als
Referenten für die im Anschluss an die Generalversammlung stattfindenden Vorträge (Prof.
Scholz: „Verschläft das Bruderholz die Zukunft – welche Rolle spielt das Bruderholz in Basel?“ P. Malama: „Bedeutung des Gewerbes in Wohnquartieren“) gewonnen werden
konnten.
 
Es wird festgestellt, dass die Einladungen zur heutigen Versammlung frist- und
ordnungsgemäss verschickt wurden. Da keine Anträge auf Abänderung der Traktandenliste vorliegen, kann zu den einzelnen Geschäften geschritten werden.
 
1. Protokoll der letzten ordentlichen Generalversammlung
    vom 22. November 2002
 
Der Vorsitzende weist darauf hin, dass das Protokoll den Mitgliedern mit dem ersten
Versand nach der letzten GV zugestellt worden sei. Ferner wurde in der Einladung zur
diesjährigen GV darauf hingewiesen, dass das Protokoll beim Vorsitzenden eingesehen
werden kann. Auf Antrag des Vorsitzenden ergeht folgender Beschluss:
 
  • Das Protokoll der GV vom 22. November 2002 wird einstimmig genehmigt.
Der Vorsitzende dankt Franz Decker für die Protokollführung.
 
2. Tätigkeitsbericht des Präsidenten für die Zeit
    vom Oktober 2002 bis September 2004
 
Der Vorsitzende erläutert und ergänzt den mit der Einladung zugestellten
Tätigkeitsbericht mit folgenden Bemerkungen:
 
Im Gegensatz zu früheren Vereinsjahren waren die vergangenen zwei Jahre durch
spürbare Veränderungen im Quartier geprägt. Dabei hat unser Verein wesentlichen
Einfluss auf das Geschehen genommen.
 
Im Rahmen der Einführung von Tempo 30, welche bis Ende Oktober 2004 definitiv
umgesetzt sein dürfte, konnte der NQB die Wünsche und Anliegen der Anwohner
weitgehend einbringen.
 
Grosse Diskussionen haben die geplanten Umzonungen und Neubebauungen
ausgelöst. In der Zwischenzeit wurde der Vorschlag des Regierungsrates an den
Grossen Rat überwiesen. Der Vorsitzende möchte dieses Thema unter dem
Traktandum Varia nochmals aufgreifen.
 
Die Zukunft des Gewerbes auf dem Bruderholz ist dem Verein ein grosses Anliegen. Die
geplante Schliessung der Poststelle 24 wird nach wie vor kritisiert. Bislang konnte die
Post offenbar noch keinen geeigneten Agenturnehmer finden, was unabdingbare
Voraussetzung für die Verwirklichung des Schliessungsentscheides wäre.
 
Der NQB konnte auf Wunsch der Verkaufsgeschäfte beim Studio Basel den Anstoss
geben, dass in Zusammenarbeit mit Tourismus Basel und den Behörden beim
Restaurant Bruderholz ein neuer Quartier-Stadtplan installiert werden kann.
Nachdem aus dem Plenum keine Fragen zum Tätigkeitsbericht gestellt werden, dankt
der Vorsitzende dem Vorstand für die während der Berichtsperiode geleistete Arbeit. Die
Versammlung unterstützt den Vorsitzenden mit Applaus.
 
3. Jahresrechnung 2002/2004
 
Der Kassier Hans-Ruedi Roth berichtet über den finanziellen Verlauf des
Vereinsvermögens und erläutert einzelne Einnahmen- und Ausgabenpositionen. Per
31. August 2004 betrug das Vereinsvermögen CHF 46'943.41, was einer
Vermögensabnahme von CHF 19'385.80 während der Berichtsperiode entspricht. Im
Ausgabenbereich schlug vor allem der Besuch des Messeturms mit über CHF 6'400.--
zu Buche. Ausserdem konnte der Kulturevent wiederum nur dank namhafter Spenden
und Sponsoren realisiert werden. Um den Weiterbestand dieses Anlasses zu
gewährleisten, legt der Kassier den Anwesenden schon jetzt die Genehmigung der
unter Traktandum 5 vorgesehenen Erhöhung der Mitgliederbeiträge ans Herz. Aus
Kostenüberlegungen (Kontogebühren, Porti, Couverts und Versand) und zwecks
Reduktion des Administrativaufwandes würden die Mitgliederbeiträge auch dieses Jahr
wieder für zwei Jahre (pro 2004 und 2005) erhoben. Die Rechnungen werden
demnächst an die Mitglieder verschickt.
 
Den Rechnungsrevisoren Dennis Rhein und Kurt Krüsi, welche per Datum der GV ihren Rücktritt bekannt gegeben haben, wird für ihren jahrelangen Einsatz herzlich gedankt. Ausserdem verdankt der Vorsitzende die langjährige, gewohnt zuverlässige Arbeit von Hans-Ruedi Roth als Kassier.
 
4. Genehmigung der Jahresrechnung und Décharge an den Vorstand
 
Der Revisorenbericht wird verlesen. Er bescheinigt dem Kassier eine einwandfreie
Rechnungsführung.
 
Auf Antrag des Vorsitzenden ergeht folgender Beschluss:
 
://: Der Revisorenbericht wird ohne Gegenstimme gutgeheissen.
 
Gestützt auf den Revisorenbericht und auf Antrag des Vorsitzenden ergehen unter
Akklamation ferner die folgenden Beschlüsse:
 
://: Die Jahresrechnung wird genehmigt.:
://: Dem Vorstand wird Décharge erteilt.
 
Der Vorsitzende bedankt sich für das Vertrauen, das ihm und dem Vorstand in der
Berichtsperiode entgegengebracht worden ist. Besonderen Dank spricht er Dominique
Jeanneret aus, welcher ihn während seiner Auslandabwesenheiten sehr aktiv und
kompetent vertreten habe.
 
5. Festlegung des Mitgliederbeitrages
 
Der Vorsitzende beantragt, die bisherigen Jahresbeiträge (CHF 10.- für Einzelpersonen
und CHF 20.- für Ehepaare) zu verdoppeln, also auf CHF 20.- für Einzelmitglieder bzw.
CHF 40.- für Ehepaare zu erhöhen. Damit könne der Verein die Kosten des
Kulturevents in Zukunft und wenn nötig aus eigener Kraft tragen. Spenden für den zur
Tradition gewordenen Vereinsanlass seien nach wie vor willkommen und an dieser
Stelle sei auch dem grosszügigen Spender - der weiterhin anonym bleiben möchte -
nochmals herzlich gedankt.
 
Es ergeht folgender einstimmiger Beschluss:
 
://: Der jährliche Mitgliederbeitrag wird für Einzelpersonen auf CHF 20.– und für
Ehepaare auf CHF 40.– erhöht.
 
6. Wahl des Vorstandes und der Rechnungsrevisoren
 
Der Vorsitzende gibt bekannt, dass Esther Hug, Laurenz Rupf und Ronald Hauser nach
langjähriger Vorstandstätigkeit zurücktreten. Ihre Arbeit wird gewürdigt und verdankt.
Leider stünden auch die beiden Revisoren Dennis Rhein und Kurt Krüsi für eine
Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung.
 
Die Vorgenannten werden vom Vorsitzenden mit Blumen für ihre Verdienste und unter
Applaus der Versammlung verabschiedet.
 
Als neue Vorstandsmitglieder werden vorgeschlagen:
 
- Franziska Feller
- Jan Baumann
- Gregor Leonhardt, als neuer Vertreter des Quartiercircus Bruderholz
 
Als neue Revisoren werden vorgeschlagen:
 
- Pierre Facqueur
- Dieter Kromer
 
Nachdem aus dem Kreis der Anwesenden keine anderen Wahlvorschläge erfolgen,
ergehen folgende Beschlüsse:
 
://: Franziska Feller, Jan Baumann und Gregor Leonhardt werden neu in den Vorstand
gewählt
 
://: Pierre Facqueur und Dieter Kromer werden neu als Rechnungsrevisoren gewählt.
 
Der Vorsitzende gratuliert den Gewählten und heisst sie nach Annahme der Wahl in
ihrer neuen Funktion herzlich willkommen.
 
Es ergeht ausserdem folgender Beschluss:
 
://: Die sich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stellenden Vorstandsmitglieder
Rosetta Anliker Morger, Balz Briner, Angela Bryner, Franz Decker, Conrad Jauslin,
Dominique Jeanneret, Edy Marbach (in der Zwischenzeit an Stelle der zurückgetretenen
Esther Hug auch in die Fluglärmkommission gewählt), Stephan Maurer, Hans-Ruedi
Roth und Thomas Wyler sowie last but not least der Vorsitzende selber werden in globo
wieder gewählt.
 
7. Anpassung der Statuten
 
Unter Hinweis auf die Statuten, in welchen die Mitgliederbeiträge frankenmässig beziffert
werden sowie unter Bezugnahme auf die unter Traktandum 5 beschlossene
Beitragserhöhung, beantragt der Vorsitzende folgende Anderung von § 3 der Statuten,
die einstimmig genehmigt wird:
 
://: Der jährliche Mitgliederbeitrag beträgt CHF 20.- für eine Einzelperson und CHF 40.-
für ein Ehepaar.
 
8. Anträge der Mitglieder
 
Der Vorsitzende weist darauf hin, dass keine entsprechenden Anträge bei ihm
eingegangen sind.
 
9. Varia
 
Nachdem aus dem Plenum keine Wortmeldungen und Anregungen erfolgt sind, möchte
der Vorsitzende die Gelegenheit ergreifen und die Mitglieder ermuntern, das auf dem
Bruderholz ansässige Gewerbe und die Läden im Quartier vermehrt zu unterstützen.
Der NQB versuche, mit dem hiesigen Gewerbe neue Wege zu beschreiten, doch
brauche es auch die entsprechende Kundschaft. Es wäre bedauerlich, wenn weitere
Betriebe im Quartier schliessen müssten.
 
Auf Anregung des Vorsitzenden wird alsdann kontrovers darüber diskutiert, ob der
Verein die geplanten Umzonungen und Überbauungen auf dem Bruderholz bekämpfen
oder unterstützen soll. Eine spontan durchgeführte konsultative Befragung der
Anwesenden ergibt, dass sich zu diesem Thema offenbar noch keine überwiegende
Meinung eruieren lässt (ca. 40% der Anwesenden votieren dafür, 40% dagegen,
während rund 20% noch unentschieden sind).
 
Unter den kontroversen Meinungen sei namentlich das Votum von Lukas Stutz
hervorgehoben. Als Grossrat und Mitglied der Bau- und Raumplanungskommission
erblickt er für das Bruderholz eher eine Gefahr im verdichteten Bauen in Form weiterer
Mehrfamilienhäusern als in der Überbauung der drei zur Diskussion stehenden
Parzellen mit Einfamilienhäusern. Aus seiner Sicht sei der vorgesehene Landstreifen an
der Reservoirstrasse (gegenüber dem Restaurant La Torre) zur Überbauung mit
Einfamilienhäusern geradezu prädestiniert. Diesem Votum hält Dominique Jeanneret
entgegen, dass just dieser Landstreifen als Grünfläche, Landwirtschaftsgebiet und
Naherholungsraum für die Stadtbevölkerung erhalten bleiben sollte, zumal die
Freiräume auch in unserem Quartier immer knapper würden. Aufgrund der Konsultativabstimmung und der diversen, sehr unterschiedlichen Voten ist
vorläufig kein klarer Auftrag für den Vorstand erkennbar, insbesondere ob im gegebenen
Zeitpunkt beispielsweise ein allfälliges Referendum ergriffen oder unterstützt werden
sollte. Vorläufig bleibt gespannt abzuwarten, was mit dem Geschäft im Grossen Rat
geschehen wird.
 
Nachdem unter Varia keine weiteren Themen und Anliegen vorgebracht werden, beendet
der Vorsitzende die ordentliche Generalversammlung um 19.45 Uhr.
 
Bruderholz, im Oktober 2004
 
Für das Protokoll:
Thomas Wyler