Der Treffpunkt Quartier-Oase auf dem Bruderholz steht vor dem Aus.
Vom Präsidialdepartement erreichte dieser Tage die Verantwortlichen der
Bescheid, dass die jährlich 90'000 Franken nicht gewährt werden könnten,
welche aus der Quartier-Oase einen richtigen Quartiertreffpunkt gemacht
hätten. Auf Nachfrage der BaZ begründete Stadtpräsident Guy
Morin (Grüne) die Subventionsverweigerung damit, dass die
Departemente im kommenden Jahr ihre Ausgaben um 28 Millionen Franken
zurückfahren müssten.
Damit ist nun klar, wie hoch das Spar- oder
besser das Kompensationspaket der Regierung ausfallen wird. Bisher war
lediglich bekannt, dass in den kommenden drei Jahren ein hoher
zweistelliger Betrag eingespart werden muss.
Der Treffpunkt Quartier-Oase auf dem Bruderholz steht vor dem
Aus. Vom Präsidialdepartement erreichte dieser Tage die Verantwortlichen
der Bescheid, dass die jährlich 90'000 Franken nicht gewährt werden
könnten, welche aus der Quartier-Oase einen richtigen Quartiertreffpunkt
gemacht hätten. Auf Nachfrage der BaZ begründete Stadtpräsident
Guy
Morin (Grüne) die Subventionsverweigerung damit, dass die
Departemente im kommenden Jahr ihre Ausgaben um 28 Millionen Franken
zurückfahren müssten.
Damit ist nun klar, wie hoch das Spar- oder
besser das Kompensationspaket der Regierung ausfallen wird. Bisher war
lediglich bekannt, dass in den kommenden drei Jahren ein hoher
zweistelliger Betrag eingespart werden muss.
Nicht fix
Kaspar
Sutter, Generalsekretär des Finanzdepartements, bestätigte die von
Morin genannte Zahl. Er betonte jedoch, dass der Budgetierungsprozess
für 2011 nicht abgeschlossen und der Betrag «noch nicht fix» sei.
Grundsätzlich wolle die Regierung nach zu hohen Ausgaben im Budget 2010
in den nächsten drei Jahren wieder auf den vorgesehenen Wachstumspfad
zurückkehren. Das heisst, dass der reale Nettoaufwand 2011 noch um 1,5
Prozent wachsen darf (Vorjahr: 3 Prozent).
Die
Ausgabensteigerungen für die Tagesbetreuung, den Globalbeitrag an die
Universität, den Bildungsraum Nordwestschweiz oder auch für die vom Bund
den Kantonen auferlegte Pflegefinanzierung haben nun zur Folge, dass
die Departemente kompensieren, das heisst Einsparungen in der genannten
Höhe von rund
28 Millionen Franken gegenüber dem Budget 2010 vornehmen müssen.
Die
Quartier-Oase ist das erste Sparopfer, wird aber nicht das letzte
bleiben. Für den Neutralen Quartierverein Bruderholz, der den Treffpunkt
als Pilotprojekt führte, ist dies natürlich kein Trost. «Wir sind sehr
enttäuscht», sagt Balz Briner, der bislang ehrenamtlich als Koordinator
der Quartier-Oase arbeitete. Auf der Homepage des Neutralen
Quartiervereins wird Guy Morin kritisiert: Für die Quartier-Oase sei die
«Guyllotine» gefallen. Die Enttäuschung ist wenig überraschend, waren
doch die Pläne für die Aufwertung zum offiziellen Quartiertreffpunkt
weit fortgeschritten. Zwei neue Räumlichkeiten an der Bruderholzallee
sollten ab Mitte 2010 gemietet werden: die Bäckerei Streuli und die
Metzgerei Frey – dafür gab es seit Monaten eine Zusage des Vermieters.
Auch ein Gastronom für die geplante Café-Bar im Quartiertreffpunkt war
engagiert.
«Tolle Arbeit geleistet»
Morin bedauert
die Schliessung der Quartier-Oase. «Inhaltlich wurde tolle Arbeit
geleistet», sagt er. Das Sparpaket der Regierung bringe es jedoch mit
sich, «dass an gewissen Orten gespart werden muss». Der Antrag der
Quartier-Oase sei nicht der einzige, der im Bereich Quartierarbeit
abgelehnt worden sei. Für die Jahre 2011 bis 2013 seien insgesamt 500
000 Franken zusätzlich beantragt worden. Dies habe den Rahmen des
Machbaren gesprengt. (Basler Zeitung)